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Holzhaus mit Grundofen und ohne Lüftungsanlage

HF-1514

/ Neubauprojekt

Als die Bauherren aus Hamburg im Jahr 2016 mit diesem Projekt auf uns zukamen, konnten wir nicht ahnen, wie stark sich dieses Bauvorhaben auf unsere spätere Arbeitsweise auswirken würde. Bereits zu Beginn hatten die Bauherren klare Vorstellungen von ihrem zukünftigen Haus. Sie wünschten ein Low-Tech-Holzhaus ohne Lüftungsanlage und mit einem Grundofen als Heizzentrale. Wichtig war ihnen außerdem eine starke Mitsprache bei der Gestaltung des Hauses. Als Architekten, die sich dem Bau von Holzhäusern ohne Lüftungsanlagen verschrieben haben, waren wir natürlich direkt von den Ideen unserer Bauherren begeistert. Zu diesem Zeitpunkt war das Grundofen-Konzept für uns noch Neuland, es passte aber ideal zu unserer Art des Holzhausbaus und unserer ökologischen Haltung. In Zusammenarbeit mit einem Grundofenbauer, den die Bauherren mitbrachten, konnte dieses Projekt erfolgreich geplant und umgesetzt werden. Noch nicht absehbar war damals, wie sehr dieses Holzhaus ohne Lüftungstechnik und mit Grundofen zukünftig unsere Bauweise beeinflussen würde.

Weniger Technik, mehr Architektur

Als Holzbau-Architekten vertreten wir den Standpunkt, dass es zum Wohnen im Einfamilienhaus keine hochtechnisierten Holzhäuser braucht, denn Technik ist störungsanfällig und kostet nicht zuletzt viel Geld. Diese Kosten können sich Bauherren sparen, indem sie sich aktiv mit dem Konzept des Low-Tech-Holzhauses ohne Lüftungsanlage auseinandersetzen und verstehen, wie es funktioniert. Der Trick dabei ist die dampfdiffusionsoffene Bauweise, die Wasserdampf, also Feuchtigkeit, von innen nach außen wandern lässt und andersherum. Durch den Einsatz von natürlichen Materialien wird zudem ein optimaler Feuchteschutz gewährleistet. Die Dämmung aus Zellulosefasern kann Feuchtigkeit aufnehmen und speichern, ohne merklich an Dämmwirkung zu verlieren. Der große Raumluftverbund, der durch offen gestaltete Grundrisse und Galerien entsteht, erlaubt eine Zirkulation der Luft und sorgt dafür, dass auch bei größeren Zusammenkünften mit Familien und Freunden nicht das Gefühl entsteht, die Luft sei verbraucht und müsse durch ständiges Lüften ausgetauscht werden.

Der Grundofen als Heizzentrale

Nicht zuletzt benötigt auch der Grundofen einen großen Raumluftverbund, um optimal funktionieren zu können. Im Erdgeschoss verteilt er die Wärme mittels Strahlung, in den oberen Geschossen bis in den Spitzboden mittels Konvektion, also durch die Zirkulation der Luft. Entsprechend wichtig für dieses Hauskonzept ist der offene Wohnraum im Erdgeschoss, in dem sich auch die Küche und der Essbereich befinden. Lediglich das Arbeitszimmer im Erdgeschoss muss gelegentlich zusätzlich geheizt werden, da die Strahlung dort nicht hingelangt. In diesem Fall entschieden sich die Bauherren für einen kleinen Ofen, bei anderen Bauvorhaben kommt hier meist eine Infrarotheizung zum Einsatz. Der Grundofen ergänzt unsere technikreduzierte und ökologische Holzbauweise ausgezeichnet, sodass wir den Grundofen bei vielen weiteren Bauvorhaben als Heizzentrale einsetzen konnten. Mehr zum Grundofen finden Sie im Projekt HF-2016.

Beteiligung des Bauherrn

Das Grundstück erlaubte eine optimale Ausrichtung des Hauses. So liegen der Garten und die Wohnräume im Süden des Hauses, die Bäder und der Eingang im Norden. Dem Bauherrn, der selbst von Beruf Designer ist, war es wichtig, sich selbst einbringen zu können. So hat er maßgeblich bei der Gestaltung der Fassade mitgewirkt. Die horizontale Schalung der Bretter in drei unterschiedlichen Formaten und ein „Verspringen“ von Fenstern kann schnell chaotisch wirken. Mit Augenmaß und viel Tüftelei konnte dies verhindert werden und diese vermeintlich chaotisch wirkenden Bestandteile ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Neben der Fassade – dem Gesicht des Hauses – hat sich der Bauherr natürlich auch aktiv bei der Grundrissfindung beteiligt, die in Teilen durch den Grundofen mitbestimmt wurde. Die Küche wollte der Bauherr zudem selbst entwerfen und bauen, sodass diesbezüglich schon klare Vorstellungen vorherrschten, auf die von Architektenseite aus einzugehen war.

Der Entwurf des Holzhauses

Die Bauherren wollten ein modernes Holzhaus bauen. Doch was bedeutet modern eigentlich? Offene Grundrisse, klare Formen und dunkle Farben sind das, was zurzeit von den meisten Bauherren als modern empfunden wird. Daher verfügt das Haus über große, bodentiefe Fenster, die in den Obergeschossen mit Brüstungen aus Glas versehen sind. Diese vermitteln Transparenz. Die graue Holzfassade gliedert das Haus in der Horizontalen und wirkt so den Fenstern entgegen, die als vertikale Elemente das Haus in die Höhe entwickeln wollen. Dieses Spiel der Gegensätze erzeugt eine gewisse Spannung. Dabei folgt der Entwurf des Low-Tech-Holzhauses einer klaren Formensprache. Das Satteldach steht bildhaft für das Einfamilienhaus wie keine andere Dachform. Mit Dachüberstand wirkt es schnell klassisch und verspielt, doch ohne Dachüberstand ist es wieder einfach und klar. Im Inneren setzt sich diese Klarheit fort. Von der Haustür gelangt man durch den ausladenden Flur in den offenen Wohnraum mit Küche und Essbereich. Der Übergang ist dabei fließend. An beiden Enden ist dieser offene Flur durch Tageslicht belichtet, durch die Galerien und die Treppe entsteht zudem ein Bezug zum oberen Geschoss. Die Treppe wird über den Wohnraum erreicht und stellt erneut eine Beziehung zum Wohnraum her. Lediglich zum Arbeiten oder für Nebennutzungen gibt es abgetrennte Räume im Erdgeschoss. Im Obergeschoss sind die privaten Räume angesiedelt, die individuelle Rückzugsmöglichkeiten für die Familienmitglieder ermöglichen. Besonders zu erwähnen ist, dass der Spitzboden über eine Stehhöhe verfügt, sodass hier das Atelier des Bauherrn untergebracht werden konnte.

Grundriss

  • Entwurf
    KRÖGERhausplan
  • Holzbaupartner
    ÖHS GmbH
  • Standort
    22391 Hamburg
  • Anzahl der Bewohner
    4
  • Wohnfläche
    179 m²
  • Nutzfläche
    10 m²
  • Bauweise
    Holzrahmenbau, 62,5 cm
  • Heizkonzept
    Grundofen
  • Energiestandard
    KFW 40
  • Baukosten
    2.210 € / m² Wohnfläche
  • Fertigstellung
    10/2016

Stolzer Bauherr mit Grundofen

Ihr Ansprechpartner

Denis-Dirk Mc Cracken
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HolzHausWerft Finkenwerder   Sandhöhe 10   21129 Hamburg   040 74213300  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!